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Umwelttechnik & Wasserbau GmbH

Wir bauen auf unsere gemeinsame Zukunft

Umwelttechnik & Wasserbau

Wir bauen auf unsere gemeinsame Zukunft

Unsere Chronik auf stabilem Fundament

Historie Nummer 1 Historie Nummer 1

Geschichte des Unternehmens 1964 bis 1990

Historie Nummer 2 Historie Nummer 2

Geschichte des Unternehmens ab 1990

Historie Nummer 3 Historie Nummer 3

Vorstellung einiger prägender Personen des Unternehmens

Historie Nummer 4 Historie Nummer 4

Wir bauen auf unsere gemeinsame Zukunft

Historie Nummer 5 Historie Nummer 5

Zahlen & Fakten

Geschichte des Unternehmes 1964 BIS 1990

Geschichte des Unternehmens
1964 bis 1990

 

Historisches zum Talsperrenbau im Harz

Die Geschichte der heutigen Umwelttechnik & Wasserbau GmbH in Blankenburg ist eng mit dem Talsperren- und Wasserkraftanlagenbau im Harz verbunden. Bereits zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert entstanden rund 70 Oberharzer Teiche zur Nutzung der Wasserkraft. Gleichzeitig führten starke Niederschläge immer wieder zu schweren Hochwassern und erheblichen Schäden. In den 1930er-Jahren wurden deshalb mehrere aufeinander abgestimmte Talsperren geplant. Der 1938 begonnene Bau der Rappbodetalsperre als Teil des „Bodewerks“ wurde 1942 kriegsbedingt eingestellt. Nach Überarbeitung der Planungen wurden die Arbeiten in den 1950er-Jahren fortgesetzt. Die Grundsteinlegung erfolgte 1952, die Inbetriebnahme 1959. Seither dient das gespeicherte Wasser vor allem der Trinkwasserversorgung.

Geschichte des Unternehmens
1964 bis 1990

 

Kombinatsgründung des VEB Spezialbaukombinat Wasserbau Weimar

Im Zuge der Zentralisierung der DDR-Bauwirtschaft entstand 1964 das VE Spezialbaukombinat Wasserbau mit Sitz in Weimar. Es vereinte die Betriebsteile Talsperrenbau und Wasserkraftanlagenbau Weimar, Ingenieur-Erdbau Eberswalde und Pumpspeicherwerk Wendefurt. Zu den realisierten Projekten gehörten neben der Rappbodetalsperre unter anderem die Überleitungssperre und das Hochwasserschutzbecken Königshütte, die Hasselvorsperre sowie das Pumpspeicherwerk Wendefurt. Ab 1969 entwickelte sich der Betriebsteil Wendefurt über mehrere Umbenennungen zum Speicherbau Ostharz mit Sitz in Blankenburg. Ende 1969 wurde das neue Betriebsgebäude in der Hüttenstraße 24 bezogen, das bis heute Unternehmenssitz ist. Ab 1972 firmierte der Betrieb für 18 Jahre als VEB Spezialbaukombinat Wasserbau, Kombinatsbetrieb Speicherbau Ostharz. Ausgehend vom Talsperrenbau und der Rappbodetalsperre als „Wiege“ des heutigen Unternehmens wurde das Leistungsspektrum durch neue Technologien in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich erweitert.

Geschichte des Unternehmens
1964 bis 1990

 

Projektbeispiele für die wichtigsten Bausparten 1964–1990

Fernwasserleitungsbau

Der Fernwasserleitungsbau entwickelte sich zu einem wichtigen Tätigkeitsfeld des VEB Spezialbaukombinates Wasserbau Weimar. Aufgrund begrenzter Stahlrohrkapazitäten kamen ab Mitte der 1960er-Jahre zunächst Spannbetondruckrohre zum Einsatz, unter anderem für Fernwasserleitungen vom Ostharz in Richtung Bernburg, Halle/Saale und Leipzig. Technische Probleme führten jedoch bereits 1967/68 zum Ende ihrer Produktion. Mit dem Ausbau der Fernwasserversorgung entstanden in den folgenden Jahrzehnten umfangreiche Leitungssysteme, Hochbehälter und Abgabestationen zur sicheren Trinkwasserversorgung der Region Halle/Leipzig. Zu den anspruchsvollen Projekten gehörten ab den 1980er-Jahren die Fernwasserleitung vom Wasserwerk Torgau-Ost in Richtung Machern sowie die Hochbehälteranlage in den Hohburger Bergen mit zwei Speicherkammern von jeweils 20.000 m³. Schwierige Bodenverhältnisse, Spreng- und Drainagearbeiten sowie die Bergung zahlreicher Weltkriegsbomben stellten dabei besondere technische Herausforderungen dar.

Talsperrenbau

Mit der wachsenden Bedeutung einer sicheren Trinkwasserversorgung rückten in den 1970er-Jahren auch die historischen Harzteiche als wichtige Wasserreserven und touristische Erholungsziele in den Fokus. Viele dieser jahrhundertealten Speicheranlagen befanden sich jedoch in einem schlechten baulichen Zustand. Seit 1969 war der Kombinatsbetrieb Speicherbau Ostharz maßgeblich an ihrer Sanierung beteiligt. Zwischen 1973 und 1989 wurden elf Harzteiche rekonstruiert und hinsichtlich Standsicherheit, Hochwasserschutz und technischer Nutzbarkeit ertüchtigt. Den Abschluss bildete 1989 der Teufelsteich bei Harzgerode.

Parallel weitete sich das Tätigkeitsgebiet auf Thüringen und Sachsen aus. Ab 1967 gehörten unter anderem die Entschlammung der Talsperre Windischleuba und der Bau der Talsperre Schömbach bei Frohburg zu den Projekten. Die Talsperre Schömbach diente insbesondere dem Hochwasserschutz, nachdem der Braunkohleabbau und damit verbundene Flussverlegungen natürliche Rückhalteräume reduziert hatten. Bis 1972 entstand ein 750 Meter langer und 14 Meter hoher Sanddamm mit Asphaltbetonaußendichtung.

Kläranlagenbau

1967 begann der Wiederaufbau der Kläranlage Nordhausen sowie der Bau einer Satzfischaufzuchtanlage in Auleben als Ergänzung zur Talsperre Kelbra. Mitte der 1980er-Jahre sollte der Kläranlagenbau im Zuge einer stärkeren Spezialisierung zugunsten des Kernkraftwerk- und Talsperrenbaus eingeschränkt werden. Dennoch blieb dieser Bereich dauerhaft Bestandteil des Leistungsspektrums. Bis heute realisiert die Umwelttechnik & Wasserbau GmbH Kläranlagen unterschiedlichster Größen.

Kernkraftwerksbau

Ab 1970 war der Kombinatsbetrieb Speicherbau Ostharz fast 20 Jahre am Bau des Kernkraftwerks Stendal, einem der größten Bauvorhaben der DDR, beteiligt. Zum umfangreichen Leistungsspektrum gehörten Erschließungs-, Tief-, Erd- und Betonbauarbeiten sowie wesentliche Teile des komplexen Kühlwassersystems mit Pumpstationen, Ein- und Auslaufbauwerken und Kühlwasserleitungen. Dabei kamen auch in Blankenburg entwickelte und gefertigte Spezialtechnologien zum Einsatz. Die Projektierung des gesamten Kühlwassersystems übernahm der Kombinatsbetrieb Hydroprojekt mit seinem Produktionsbereich Blankenburg. Trotz des langjährigen Baufortschritts wurde das Kernkraftwerk nicht fertiggestellt. Nach dem Baustopp im Herbst 1990 wurden die Baustelleneinrichtungen beräumt und bereits teilweise fertiggestellte Bauwerke des Kühlwassersystems zurückgebaut.

Gasrohrleitungsbau

Der Gasrohrleitungsbau begann für den Speicherbau Ostharz 1973 mit der Hochdruckgasleitung vom Untergrundspeicher Bernburg zum Zementwerk Bernburg. Bis Juni 1974 entstand auf 12,3 Kilometern eine Leitung mit einer Nennweite von 300 Millimetern und einem Nenndruck von 64 bar. Eine besondere technische Herausforderung war die erfolgreiche Dükerung der Saale. Die hohe Qualität der Arbeiten, insbesondere der Schweißleistungen, etablierte den Betrieb in diesem neuen Geschäftsfeld. Bis Mitte der 1980er-Jahre folgten zahlreiche weitere Gasleitungsprojekte in verschiedenen Regionen der DDR, darunter 1984 eine 35 Kilometer lange Ferngasleitung zwischen Boxberg und Bautzen.

Anlagen- und Stahlbau

Mitte der 1980er-Jahre entwickelte der VEB Spezialbaukombinat Wasserbau gemeinsam mit Partnerbetrieben eine mobile Saugbaggeranlage. Sie sollte unter anderem zur Reinigung von Aschekanälen im Gaskombinat Schwarze Pumpe sowie zum Absaugen von Erde und Schlamm aus Bau- und Rohrgruben eingesetzt werden. Die Konstruktion und Entwicklung erfolgte maßgeblich in der Außenstelle Blankenburg. 1985 entstand der erste Prototyp, dessen erfolgreicher Praxistest auch das Interesse der Budapester Stadtwerke weckte. Daraufhin wurde ein zweiter Saugbagger für den ungarischen Markt gebaut. Trotz weiterer Anfragen aus Ungarn und Polen blieb es bei diesen beiden Prototypen: Einer kam im Energiekombinat Schwarze Pumpe, der andere in Budapest zum Einsatz.

 

Geschichte des Unternehmens
1964 bis 1990

 

Einführung der Oberbauleitungsbereiche am Ende der 60er Jahre

Mit der Übernahme des Auftrags zur Verlegung der Unstrut bei Oldisleben im Jahr 1968 wuchs das Kombinat weiter. Bereits fünf Jahre nach seiner Gründung verfügte es über vier Oberbauleitungsbereiche: Oldisleben, Ermsleben, Thüringen und Frohburg.

Entwicklung der OBL Thüringen

Die 1970 gegründete OBL Triebes spezialisierte sich auf den Bau von Fernrohrleitungen und wechselte ihren Standort entsprechend den jeweiligen Großprojekten. Von Schleusingen aus entstanden ab 1972 insgesamt 121 Kilometer Fernleitungen für die Trinkwasserversorgung aus den Talsperren Schönbrunn und Weida. Ab 1976 wurden von Burkersdorf aus unter anderem 32 Kilometer Stahlleitung DN 1200 nach Karl-Marx-Stadt sowie weitere 32 Kilometer DN 500 für die Wasserversorgung in Gera verlegt. Mit dem Bau der Talsperre Leibis zog die OBL 1982 nach Kahla und realisierte dort eine 38 Kilometer lange Fernwasserleitung sowie weitere 32 Kilometer Ferngasleitungen. Zu den besonderen Herausforderungen gehörte eine 340 Meter lange Rohrverlegung an einem Steilhang mit 42 Grad Neigung.

Geschichte des Unternehmens
1964 bis 1990

 

Interne Entwicklungen

Neben den Bauprojekten spielten auch die soziale Betreuung der Belegschaft und die Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle. Auf Rügen entstanden einfache Ferienunterkünfte für die Beschäftigten, während der Betrieb durch Wohnungszuteilungen und eigenen Wohnungsbau in der Harzregion zur Versorgung seiner Mitarbeiter mit Wohnraum beitrug. Auch die Berufsausbildung wurde gezielt gefördert: Seit 1969 fand im Speicherbau Ostharz in Blankenburg die erste zentrale Lehrlingsausbildung zum Baumaschinisten statt. Die dazugehörige Lehrwerkstatt befand sich am Oberbecken des Pumpspeicherwerkes Wendefurth.

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1964 bis 1990

 

Auf Tuchfühlung mit dem Kapitalismus

Bis in die 1980er-Jahre entwickelte sich das Spezialbaukombinat Wasserbau Weimar mit sieben Betriebsteilen zu einem führenden Spezialisten für Talsperren- und Wasserbau in der DDR. Ab Mitte der 1980er-Jahre arbeitete das Kombinat eng mit der westdeutschen Brochier Rohrleitungs- und Anlagenbau GmbH zusammen. Qualifizierte Fachkräfte kamen auf Baustellen in der Bundesrepublik zum Einsatz, während das Kombinat im Gegenzug unter anderem moderne Maschinentechnik erhielt. Mit der politischen Wende 1989 begann schließlich ein grundlegender Umbruch: Nur wenige Monate nach dem Mauerfall wurden ehemalige Oberbauleiter zu Geschäftsführern des privatisierten Unternehmens.

Geschichte des Unternehmens ab 1990

Geschichte des Unternehmens
1964 bis 1990

 

Die politische Wende und ihre Folgen

Mit dem Ende der DDR begann für den Speicherbau Ostharz ein grundlegender Wandel. 1990 gründete die Treuhandanstalt die Umwelttechnik & Wasserbau Ostharz GmbH mit dem Ziel, das Unternehmen zu privatisieren und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Im März 1991 erfolgte die Privatisierung unter Beteiligung der Hans Brochier GmbH & Co. sowie weiterer privater Gesellschafter. Trotz des Übergangs von staatlich vergebenen Aufträgen zum freien Wettbewerb gelang es, den Großteil der Arbeitsplätze zu sichern. Zwischen 1990 und 1992 verdoppelte sich die Bauleistung, unterstützt durch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur der neuen Bundesländer. Unter dem neuen Namen Umwelttechnik & Wasserbau GmbH etablierte sich die Marke U&W. Nach einem branchenweiten Einbruch ab Mitte der 1990er-Jahre stabilisierte sich die wirtschaftliche Lage mit Beginn des neuen Jahrtausends. Seither rückte neben dem wirtschaftlichen Erfolg zunehmend auch der Mensch in den Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie.

Geschichte des Unternehmens
1964 bis 1990

 

Umstrukturierungen

Auch nach der Privatisierung wurde die Unternehmensstruktur kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst. Unter der Leitung von Dieter F. Martin entstand aus den kaufmännischen Bereichen die heutige Hauptverwaltung. Zuständigkeiten und Standorte wurden neu geordnet, die Hauptniederlassung Pegau bis 1996 nach Leipzig verlagert und die zuvor zentrale Angebotskalkulation schrittweise auf die Niederlassungen übertragen. 1995 wurde zudem der Geschäftsbereich 2 in den Geschäftsbereich 3 integriert. Heute ist die Umwelttechnik & Wasserbau GmbH mit mehreren Standorten und Niederlassungen in drei Geschäftsbereiche sowie die Hauptverwaltung gegliedert.

Geschichte des Unternehmens
1964 bis 1990

 

Beteiligung an der Magdeburg-Hannoverschen Baugesellschaft mbH

1997 wurde die Umwelttechnik & Wasserbau GmbH erstmals selbst als Investor aktiv und übernahm im Zuge einer Kapitalerhöhung die Mehrheit an der Magdeburg-Hannoverschen Baugesellschaft mbH (MHB). Das Unternehmen ist in den Bereichen Elektro- und Kabelbau, Trinkwasser- und Gasrohrleitungsbau sowie Kanalbau tätig. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der bundesweite Gleisbau für die Deutsche Bahn und zahlreiche städtische Verkehrsbetriebe.

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1964 bis 1990

 

Gründung der Umwelttechnik und Wasserbau Spezialtiefbau GmbH

Der Spezialtiefbau gehört bereits seit den 1990er-Jahren zum Leistungsspektrum der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH. Um diesen Bereich weiter auszubauen, wurde 2018 die Umwelttechnik & Wasserbau Spezialtiefbau GmbH mit Sitz in Ermsleben gegründet. Im selben Jahr übernahm U&W die Agens Spezialtiefbau GmbH, wodurch sich die Leistungsfähigkeit im Spezialtiefbau deutlich erhöhte. Im Herbst 2018 wurden beide Gesellschaften miteinander verschmolzen.

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1964 bis 1990

 

Beteiligung an der Saxonia Bau Service GmbH

2022 erwarb die Umwelttechnik & Wasserbau GmbH die Mehrheit der Geschäftsanteile an der Saxonia Bau Service GmbH und setzte damit das Wachstum der U&W-Gruppe fort. Das bundesweit tätige Unternehmen ist auf die Vermietung moderner Baumaschinen einschließlich qualifiziertem Bedienpersonal spezialisiert. Mit der Übernahme wurde das Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe erweitert und ihre Marktposition nachhaltig gestärkt.

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1964 bis 1990

 

Beispiele für die wichtigsten Bausparten seit 1990

Rohrleitungsbau

Seit den 1990er-Jahren realisieren wir anspruchsvolle Projekte im Rohrleitungsbau für die Wasser-, Gas- und Fernwärmeversorgung. Dazu zählen die Erneuerung der Fernwasserleitung vom Wasserwerk Burkersdorf nach Chemnitz zwischen 2001 und 2016, der Bau von Erdgasröhrenspeichern sowie die 23,4 Kilometer lange Erdgashochdruckleitung zwischen Calvörde und Flechtingen – die längste seit 1990 durch U&W realisierte Leitung dieser Art. Weitere bedeutende Projekte waren der Fernwärmeanschluss des Frankfurter Hauptbahnhofs, die Erneuerung der Ostringleitung in Leipzig-Holzhausen und die Fernwasserleitung zwischen Berga und Wünschendorf mit Querung der Weißen Elster. Die Projekte stellten durch anspruchsvolle Rohrquerungen, schwierige Gelände- und Platzverhältnisse, hohe Sicherheitsanforderungen und die Aufrechterhaltung der laufenden Versorgung besondere Anforderungen an Planung, Organisation und Ausführung.

Errichtung Abwassertechnischer Bauwerke

Zwischen 1997 und 1999 errichteten wir für die Stadt Aschersleben eine moderne Kläranlage mit einer Kapazität von 48.000 Einwohnergleichwerten. Aufgrund des hohen Grundwasserstandes waren umfangreiche Grundwasserabsenkungen, Brunnenbohrungen und Erdarbeiten erforderlich. Neben rund vier Kilometern Rohrleitungen entstanden massive Betonbauwerke sowie eine vier Hektar große Klärschlammvererdungsanlage mit 17 Poldern. Mit dem Projekt wurde eine leistungsfähige Abwasserreinigung ermöglicht, bei der zugleich auf die zuvor notwendige thermische Trocknung des Klärschlamms verzichtet werden konnte.

Errichtung von Bauwerken zur Gewinnung, Aufbereitung und Speicherung von Trinkwasser

Der Talsperren- und Speicherbau zählt bis heute zu den wichtigen Tätigkeitsfeldern der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH. Zwischen 1989 und 1995 wurde im Rahmen der Harzteichsanierung der Kiliansteich umfassend erneuert und sein Stauraum von 156.000 auf rund 1,2 Millionen m³ vergrößert. Seit 1999 dient die Anlage der Trinkwasserversorgung von Straßberg und umliegenden Orten. Ein weiteres Projekt war 2017/18 der Ersatzneubau des Trinkwasserhochbehälters Hain bei Nordhausen einschließlich umfangreicher Erd-, Stahlbeton- und Rohrleitungsarbeiten. Seit 2023 ist U&W zudem mit der umfassenden Sanierung der Sösetalvorsperre bei Osterode beauftragt. Das anspruchsvolle Projekt umfasst unter anderem die Erneuerung der Dichtung, ein neues Kombibauwerk mit Grundablass, Straßenbrücke und Hochwasserentlastung sowie den Ausbau der B 498 und Arbeiten an der Abwasserdruckleitung.

Verkehrswegebau

Dazu zählen die Eisenbahnüberführung am Veckenstedter Weg in Wernigerode, der komplexe Umbau des Riebeckplatzes in Halle mit neuen Brücken und einer kreuzungsfreien Verkehrsführung sowie 2008 die Birkbergbrücke als erste Straßenbrücke Deutschlands in Holz-Beton-Verbundbauweise. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Neubau der B 6n im Nordharz. Zwischen 2000 und 2016 war U&W an der Umverlegung wichtiger Trinkwasser- und Gasleitungen sowie am Straßen-, Erd- und Brückenbau beteiligt. Gemeinsam mit Partnerunternehmen wurden insgesamt 31,3 Kilometer der vierspurigen Bundesstraße realisiert.

Ingenieurbaumaßnahmen

Für das Kraftwerk Lippendorf entstanden 1997/98 auf rund elf Kilometern Roh- und Abwassertrassen mit einem damals neuartigen GFK-Rohrsystem sowie zahlreichen Gewässer-, Straßen- und Bahnquerungen. Zwischen 2006 und 2009 war U&W am Bau der Wasserkraft- und Fischaufstiegsanlage Raguhn beteiligt, die mit zwei Turbinen eine Leistung von insgesamt zwei Megawatt erreicht und zugleich den Fischauf- und -abstieg ermöglicht. Ein weiteres bedeutendes Projekt war 2009 die Grubenwasserreinigungsanlage Schleenhain. Trotz einer außergewöhnlich kurzen Bauzeit wurde die Anlage termingerecht fertiggestellt und ermöglicht seither die Reinigung von bis zu 60 m³ Grubenwasser pro Minute, bevor dieses in die Pleiße eingeleitet wird.

Wasserbaumaßnahmen

Auch im Hochwasserschutz und bei der Sanierung wasserwirtschaftlicher Infrastruktur übernahmen wir technisch anspruchsvolle Aufgaben. 2008/09 rekonstruierte die Niederlassung Wernigerode die Wehranlage Gatersleben und errichtete ein modernes dreifeldriges Wehr, das den Hochwasserschutz verbessert und durch eine Fischaufstiegsanlage zugleich die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers sicherstellt. In Leipzig sanierte U&W zwischen 2018 und 2019 auf rund 484 Metern einen Mischwasserkanal im Einzelrohrlining-Verfahren. Die Arbeiten unter schwierigen innerstädtischen und räumlich beengten Bedingungen stellten die Funktionsfähigkeit des Kanals wieder her und verhindern seitdem sowohl das Eindringen von Grund- und Flusswasser als auch den Austritt von Abwasser.

Erd- und Tiefbaumaßnahmen

Ein herausragendes innerstädtisches Infrastrukturprojekt realisierte die Umwelttechnik & Wasserbau GmbH zwischen 2003 und 2006 mit dem Neubau des Altstadtkreisels in Wernigerode. Ziel war es, drei schienengleiche Bahnübergänge zu beseitigen und den Straßenverkehr in einen Tunnel zu verlegen. Das komplexe Bauwerk umfasst ein wasserdichtes Trogbauwerk, vier Eisenbahnunterführungen, eine Straßenüberführung sowie eine Rad- und Gehwegbrücke. Die Arbeiten fanden unter laufendem Stadtverkehr statt und erforderten umfangreiche Umverlegungen von Abwasserkanälen sowie Strom-, Gas- und Trinkwasserleitungen. Die Einbindung der Bauwerke in die bestehende innerstädtische Infrastruktur stellte dabei besondere technische und organisatorische Anforderungen.

Spezialtiefbau

Die Sanierung der Elbdeiche bei Mühlberg stellte uns zwischen 2010 und 2012 vor besondere technische und logistische Herausforderungen. Auf rund 760 Metern wurden bestehende Deichabschnitte ertüchtigt oder vollständig neu gebaut. Im eng bebauten Hafengebiet entstand ein komplexes Spundwandsystem, das sowohl dem Hochwasserschutz als auch der Herstellung einer Hafenplattform dient. Die unmittelbare Nähe zur Wohnbebauung, eingeschränkte Zufahrtsmöglichkeiten und mehrere Hochwasserereignisse erschwerten die Bauausführung zusätzlich. Gleichzeitig mussten die Ver- und Entsorgung sowie der Zugang zu den Grundstücken während der gesamten Bauzeit gewährleistet bleiben.

Anlagen- und Stahlbau

Mit der Ertüchtigung der Grubenwasserreinigungsanlage Kringelsdorf bei Boxberg übernahmen wir ab 2009 ein besonders komplexes Anlagenbauprojekt. Ziel war es, die Anlage für mindestens weitere 30 Jahre Betriebszeit und eine künftig deutlich höhere Grubenwassermenge von bis zu 14.200 m³ pro Stunde auszubauen. Wir verantworteten umfangreiche Bau-, Stahl- und Anlagenbauarbeiten von der Konstruktion über die Fertigung bis zur Montage. Zum Leistungsumfang gehörten unter anderem komplette Schlammräumerbrücken, Edelstahl-Klarwasserrinnen, Wehranlagen, Schlammablaufrinnen sowie mehr als 1.000 Meter Schutzgeländer. Das Projekt zählt zu den anspruchsvollsten Anlagenbauvorhaben unserer Unternehmensgeschichte.

Sanierung begehbarer Abwasserkanäle

In Halberstadt sanierten wir zwischen 2004 und 2006 historische Mischwasserkanäle in der Gröperstraße und Bödcherstraße auf insgesamt mehr als 550 Metern. Unter laufendem Verkehr und teilweise in unmittelbarer Nähe der Straßenbahngleise erneuerten wir die bis zu 100 Jahre alten Kanäle mit modernen Rohrsystemen, ohne große Straßenabschnitte öffnen zu müssen. Enge Arbeitsräume, zahlreiche Hausanschlüsse und die kontinuierliche Ableitung des Mischwassers stellten dabei besondere Anforderungen an die Ausführung. Die erfolgreiche Sanierung bestätigte unsere hohe Fachkompetenz im Kanalbau und führte zur Erneuerung wichtiger Zertifizierungen.

Hochwasserschutz

Zwischen August 2018 und Juli 2019 errichteten wir am Biermannplatz in Gera eine Hochwasserschutzwand. Unter schwierigen und sehr beengten Platzverhältnissen führten wir umfangreiche Erd-, Beton- und Stahlbetonarbeiten aus und stellten zusätzlich Frostschutzschichten und Schotterrasen her.

Vorstellung einiger prägender Personen des Unternehmens

Vorstellung einiger
prägender Personen
des Unternehmens

 

Die bisherigen Geschäftsführer

Seit 1990 haben Günter Fessel, Gerhard Nitzlaff, Lorenz Rößler, Klaus Kröber, Dieter F. Martin, Wolfgang Trepte, Rolf D. Postneck und Renaldo Moritz die Entwicklung der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH als Geschäftsführer begleitet und geprägt.

Die aktuellen Geschäftsführer

Die Geschäftsführung bilden Jörn Frankenfeld, Thomas Martin, Camillo Jasper, Norbert Wandke und Michael Winkler. Gemeinsam verantworten sie die weitere Entwicklung des Unternehmens.

Wir bauen auf unsere gemeinsame Zukunft

Wir bauen auf unsere
gemeinsame Zukunft

Niederlassung Markranstädt

2023 bündelten wir unsere bisherigen Standorte Leipzig und Schkeuditz in der neuen Niederlassung Markranstädt. Das moderne Verwaltungsgebäude bietet rund 30 Mitarbeitenden zeitgemäße Arbeitsbedingungen und setzt zugleich auf eine nachhaltige Energieversorgung. Acht Geothermie-Bohrungen, eine Photovoltaikanlage, ein temperierbares Fußbodensystem und die natürliche Versickerung von Regenwasser tragen zu einem ressourcenschonenden Betrieb bei. Mit zusätzlichen Angeboten wie einem eigenen Fitnessraum und regelmäßigen Sportkursen verbindet der neue Standort moderne Arbeitswelten mit Nachhaltigkeit und Mitarbeiterorientierung.

Wir bauen auf unsere
gemeinsame Zukunft

Nachhaltigkeit als Fundament der Zukunft

Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Technologien sind feste Bestandteile unserer Unternehmensentwicklung. Unser 2023 eröffnetes Verwaltungsgebäude in Markranstädt verbindet Geothermie mit einer Photovoltaikanlage mit 153 Modulen und 57,38 kWp Leistung. Bis September 2024 erzeugte diese bereits rund 89.500 kWh Energie und vermied damit mehr als 44,7 Tonnen CO₂-Emissionen. Für die Raumkühlung nutzen wir anstelle einer konventionellen Klimaanlage kaltes Wasser im Fußbodensystem, das die Raumtemperatur um bis zu fünf Grad senken kann. Ein Rigolensystem führt zudem Regenwasser zurück in den natürlichen Wasserkreislauf. Seit Juli 2024 ergänzt eine weitere Photovoltaikanlage mit 93 Modulen und 40,46 kWp am Standort Frankfurt unser Nachhaltigkeitskonzept und deckt dort nahezu den gesamten Energiebedarf der Niederlassung.

Wir bauen auf unsere
gemeinsame Zukunft

Visionen und Ziele

Unsere Unternehmensgeschichte ist geprägt von kontinuierlicher Weiterentwicklung und der Fähigkeit, uns neuen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen. Heute stehen neben Qualität, Zuverlässigkeit und wirtschaftlichem Erfolg vor allem die Gewinnung, Qualifizierung und langfristige Bindung von Fachkräften sowie eine moderne Unternehmenskultur im Mittelpunkt. Mit elf Standorten in Deutschland sind wir nah an unseren Auftraggebern und können flexibel auf unterschiedliche Anforderungen reagieren. Gleichzeitig investieren wir in moderne Technologien, effiziente Baumaschinen, Arbeitssicherheit und nachhaltige Lösungen. Eine starke interne Kommunikation, kontinuierliche Weiterbildung und ein moderner Arbeitgeberauftritt unterstützen diese Entwicklung. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden wollen wir auch künftig innovative und nachhaltige Infrastrukturen schaffen und unsere Position als verlässlicher Partner im Bauwesen weiter stärken.

Zahlen & Fakten

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gemeinsame Zukunft

Allgemeines

  • 1960 gegründet
  • 900 Mitarbeitende
  • jährliche Bauleistungen im Wert von über 180 Mio. €
  • Seit 1990 haben wir Leistungen von deutlich über 3 Mrd. €

Gasleitungsbau

Bis 1990 realisierten wir 13 der hier aufgeführten Stahlgasleitungsprojekte mit insgesamt 169,5 Kilometern Leitungslänge. Das längste Einzelprojekt war die 35,3 Kilometer lange Ferngasleitung Boxberg–Bautzen. Zwischen 1992 und 2008 arbeiteten wir zudem an vier Erdgasspeicher- und Optimierungsleitungsprojekten in Blankenburg, Naumburg und Dessau. Dabei kamen Rohrnennweiten bis DN 1400 zum Einsatz.

Trinkwasser- und Speicherbau

Zwischen 1971 und 2002 bauten wir elf Trinkwasserhochbehälter mit insgesamt 20 Behälterkammern. Der Hochbehälter Wienrode verfügt über zwei Kammern mit jeweils 12.500 Kubikmetern Fassungsvermögen. Im Ostharz waren wir außerdem an zwölf Speicherbauwerken und Anlagen beteiligt, darunter Talsperren, Teiche, eine Vorsperre und ein Hochwasserrückhaltebecken.

Abwassertechnik

Unsere Bauleistungen umfassen 17 ausgewählte abwassertechnische Projekte. Dazu gehören Kläranlagen, Pumpwerke, Abwasserleitungen und weitere Bauwerke – beispielsweise die Kläranlagen in Aschersleben und Köthen sowie der Abwasserhauptsammler Nord in Magdeburg mit Hauptpumpwerk und Elbtunnel.

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