Mit der Birkbergbrücke entstand 2008 in Sachsen-Anhalt Deutschlands erste Straßenbrücke in Holz-Beton-Verbundbauweise. Wir realisierten Gründung und Unterbau und betraten technologisches Neuland. Die innovative Verbindung von Holz und Beton vereint hohe Tragfähigkeit und Langlebigkeit mit den ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen eines nachwachsenden Rohstoffs.
PROJEKTDETAILS
Projektzeitraum
08.2008 bis 11.2008
Bausparte
Verkehrswegebau
Ort
Forstweg zwischen Wippra und der Talsperre Wippra (Harz)
DATEN UND FAKTEN ZUM PROJEKT
Angaben zum Projekt
Spezielle Verbundelemente ermöglichen ein optimales Zusammenwirken von Holzträgern und Betonplatten bei der Lastabtragung. Die eingesetzten Dübelleisten waren im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt worden und bewiesen sowohl in Langzeitstudien als auch unter dynamischer Beanspruchung ihre Eignung.
Die Baumaßnahme
Zwischen August und November 2008 entstand in Sachsen-Anhalt die erste Straßenbrücke in Holz-Beton-Verbundbauweise. Die Niederlassung Wernigerode der Umwelttechnik & Wasserbau GmbH war mit der Bauausführung des Massivbaus beauftragt und betrat gemeinsam mit der Schaffitzel Holzindustrie GmbH & Co. KG Schwäbisch-Hall, die die Bauausführung des Holzbaus übernahm, technologisches Neuland. Gründung und Unterbau der neuen Brücke zwischen Wippra und der Talsperre im Landkreis Mansfeld-Südharz wurden durch die Umwelttechnik & Wasserbau GmbH in konventioneller Massivbauweise ausgeführt und mit einer Natursteinverblendung aus Grauwacke versehen. Die massiven Holzhauptträger, die mit der Stahlbetonfahrbahn nachgiebig zu verbinden waren, bestehen aus einheimischem Holz, das durch die Schaffitzel Holzindustrie GmbH & Co. KG in bedeutenden Größenordnungen verbaut wurde.
Brücken in Holz-Beton-Verbundbauweise verbinden hohe Tragfähigkeit und Langlebigkeit mit wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen. Die Betonplatte schützt die Holzkonstruktion und kann deren Lebensdauer deutlich verlängern, während der Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs Holz den Stahlbedarf reduziert. Durch Vorfertigung und kürzere Montagezeiten bietet die Bauweise insbesondere bei Brücken mit mittleren Stützweiten eine nachhaltige Alternative zum klassischen Massivbau.
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